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163 Geheimnis im Wildenwald 1


Ruth war sauer auf Tante Margret. Nur weil sie sich unmöglich benommen hatte, musste sie zur Strafe ohne Abendessen ins Bett.

Philipp kam leise ins Zimmer und sagte: "Ruth, das ist für dich. Ich hab's heimlich in meine Socken gesteckt."

Ruth hatte riesigen Hunger und biss in das Brötchen.

Mit vollem Mund sagte sie: "Philipp, ich will doch lieb sein. Warum schaff ich das nicht?"

"Ich weiß nicht", antwortete Philipp. "Du musst versuchen, dich nicht zu ärgern, dann sagst du auch keine hässlichen Dinge mehr. Es ist doch lieb von Tante Margret, dass wir zu ihr ziehen konnten als unsere Eltern als Missionare nach Indien gingen."

Ruth seufzte und steckte sich das halbe Brötchen in den Mund.

Plötzlich hörten sie Tante Margrets Schritte.

Philipp flitzte in sein Zimmer und legte sich mit den Kleidern ins Bett.

"Gute Nacht, Philipp. Gute Nacht, Ruth."

Nur Philipp sagte: "Gute Nacht, Tante Margret."

Ruth tat so, als würde sie schlafen.

Am nächsten Morgen schmiedete Philipp Pläne für die Ferien: "Wir machen Entdeckungen im Wildenwald. Vielleicht schlüpfen heute die Vögel am Bach aus. Wir bauen uns eine Hütte, ein richtiges Naturforscher-Zentrum."

Ruth war begeistert.

Die beiden rannten den schmalen Weg entlang, der zum Wald führt.

Ruth blieb stehen und beobachtete Herrn Tanners Schafherde. Ein kleines Lämmchen kam zu ihr gelaufen und leckte ihre Hand. Es hatte keine Eltern mehr und lief manchmal weg.

Philipp rief: "Komm, Ruth, wir haben keine Zeit."

Sie fanden den besten Platz für ihre Hütte. Ruth sammelte Äste und Philipp baute damit einen Wigwam. Jeden Tag kamen sie zu ihrem Geheimplatz.

Einmal musste Ruth daheim bleiben und Wäsche aufhängen. Das passte ihr nicht. Wütend ließ sie die Wäsche in den Schmutz fallen.

Tante Margret schimpfte: "Kannst du nicht aufpassen? Entschuldige dich für dein Benehmen."

Aber Ruth sagte: "Es tut mir nicht leid! Du bist so gemein, Tante Margret."

"Ruth, ich habe es mir lange überlegt", sagte die Tante. "Ich werde dich ins Internat geben."

"Dann lauf' ich einfach weg."

Ruth knallte die Tür zu und lief zornig weg. Weit weg. Wohin? Das wusste sie selbst nicht.

Aber Tante Margrets Worte verfolgten sie:

'Ich werde dich ins Internet geben.'

'Dann lauf' ich einfach weg.'

'Ich werde dich ins Internat geben.'

'Dann lauf' ich einfach weg.'

In der nächsten Geschichte geht's weiter mit dieser Ausreißerin.

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